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Konfirmation für bitterarme Jungen – 1824 in Brackel

Die Lehrer Koch und Scheuse beschweren sich über Pastor Scherz in Brackel, der im Jahr 1824 drei „Knaben“ konfirmiert habe, die kaum lesen und schreiben konnten. Pastor Scherz rechtfertigt seine Entscheidung damit, dass es sich um Kinder armer Tagelöhner und kranker, verarmter Wittwen handele, die von ihren Eltern hätten notwendig „vermietet“ werden müssen, um das… Weiter »

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66 Jahre ein treuer Lehrer, Organist und Küster

In der Chronik für das Kirchspiel Brechten von Pfarrer Broelemann aus dem Jahr 1822 findet sich der Nachruf auf den Schullehrer, Organisten und Küster Johann Diederich Schmüling. Noch im Ruhestand hat er der Gemeinde ein „erbauliches Beispiel“ gegeben: 66 Jahre lang ein ordentlicher Beamter

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Liebe und Zutrauen für zarte Kinderseelen

Als Lehrer Schmidt aus Vellinghausen bei Sölde im Jahr 1837 als neuer Lehrer an die evangelische Schule in Sölde kommt, hält er eine programmatische Ansprache zu seiner Einführung. Die Worte an seine Schüler beeindrucken nicht allein durch die Verbindung von persönlichem Glauben und Erziehungsvorstellungen. In seinen Augen ist der Lehrer nicht nur Vermittler traditioneller Tugenden… Weiter »

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Reinlichkeit nicht nur der Kinder

Die Dienstanweisung der Kirchengemeinde Lünen für die „Kleinkinder-Lehrerinnen“ (Erzieherinnen) aus dem Jahr 1894 enthält neben einer Aufgabenbeschreibung einen detaillierten Stundenplan für alle Werktage von 8.00 bis 15:00 Uhr. Darin haben u.a. das Geschichtenerzählen, Singen, Turnen, Papierfalten, Auswendiglernen ihren festen Platz, aber auch das freie Spiel. Am Samstagnachmittag reinigt die Lehrerin die Schule.   LkA_EKvW_4_86_853_Instruktion_Lehrerin Transkript LkA… Weiter »

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Kinderarbeit trotz Schulpflicht

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein reichen die Klagen von Lehrern, dass Schülerinnen und Schüler immer wieder den Unterricht versäumen, weil sie arbeiten müssen. Die „Absentenliste“ der vereinigten ev. Schulen in Hörde aus dem Jahr 1824 vermerkt als häufigsten Grund für Fehltage: „wegen häuslicher Arbeiten“.   LkA_EKvW_4_65_416_Absentenliste

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Schüler in Kriegsjahren

Die Pfarrer waren angehalten, während des Ersten Weltkriegs eine Kriegschronik zu verfassen. Pfarrer Strothmann in Marten schildert in seiner Chronik 1914 bis 1919 gegen Ende sehr anschaulich, wie sich der Krieg auf Schule und Unterricht ausgewirkt hat. Kinder üben patriotische Lieder, schicken „Paketchen“ an die Feldgrauen, sammeln Dosen, Blätter und Knochen für die Kriegswirtschaft, leiden… Weiter »

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In der Schule schlafen?

Etliche Schüler, die in Eichlinghofen die evangelische Schule (um 1865) besuchen, müssen neben der Schule einer Arbeit nachgehen. Einige von ihnen arbeiten als Hirten und müssen vor Unterrichtsbeginn das Vieh auf die Weide treiben. Als in der Schulvorstandssitzung am 5. Mai 1865 die Unterrichtszeiten festgesetzt werden sollen und der Lehrer auf die Problematik übermüdeter Schüler… Weiter »

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Diakonissen im Kindergarten

In der Dienstordnung für die Kinderschule zu Dortmund Lutherhausstiftung von 1898/1899 wird vereinbart, welche Aufgaben zu welchen Bedingungen die vom Mutterhaus Sarepta/Bethel nach Dortmund entsandten Diakonissen zu übernehmen haben. Allein die Gruppengrößen der zu betreuenden Kinder sind aus heutiger Sicht unvorstellbar.