Evangelisch in Dortmund 1517-2017

In 42 Beiträgen schildern die Autorinnen und Autoren interessante Episoden vom 16. Jahrhundert bis heute. Portraits von Frauen und Männern, die sich in Kirche und Diakonie engagiert haben, ergänzen die historischen Beiträge. Das Buch umfasst 368 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen und ist im Klartext-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich (22,95 €). In diesem Blog… Weiter »

Kirchenkampf im National­sozialismus

Innerhalb Wesfalens war Dortmund das Zentrum der Bekennenden Kirche. Hier fanden wichtige „Bekenntnissynoden“ statt, die den Einfluss der „Deutschen Christen“ auf die Kirche abwehrten. Hier befand sich die Zentrale des Provinzialbruderrates, dem die große Mehrheit der westfälischen Pfarrer angehörte.

Reformations­jubiläen

Der 31. Oktober 1517 als Tag des „Thesenanschlags“ Martin Luthers, die Übergabe der Confessio Augustana am 25. Juni 1530, Luthers Geburtstag am 10. November 1483 oder Luther auf dem Reichstag von Worms 1521 gaben immer wieder Anlass, an die Reformation und das Werk Martin Luthers zu erinnern. Lokale Ereignisse im Zusammenhang der Reformation kamen hinzu…. Weiter »

Zuletzt
  • Geschenk für Pfarrer Wilhelm Wiehe

    Ihrem „verehrten Seelsorger Herrn Pfarrer Wiehe“, der über drei Jahrzehnte an St. Reinoldi tätig war, widmeten das Presbyterium und die Repräsentation der Gemeinde eine prachtvolle in Leder gebundene und reich verzierte Abschiedsurkunde mit Datum 1. Januar 1901: „Dreiunddreißig Jahre lang haben Sie uns aus gläubigem Herzen mit Klarheit und in Kraft den ganzen Rath Gottes… Weiter »

  • Landgraf ordiniert Dortmunder Pfarrer

    Arnold Christian Vogt aus Dortmund wird von Wilhelm, Landgraf von Hessen, im Jahr 1703 zum Militärpfarrer („Lagerpfarrer“) der Dragoner berufen. Der Auftrag des Militärpfarrers wird im Urkundentext abgeleitet von den Aufgaben der Priester im Kampf des Volkes Israel gegen seine Feinde, nämlich die Förderung des Gottvertrauens der Soldaten. Die Ordination in der Reinoldikirche erfolgt nach… Weiter »

  • Reinlichkeit nicht nur der Kinder

    Die Dienstanweisung der Kirchengemeinde Lünen für die „Kleinkinder-Lehrerinnen“ (Erzieherinnen) aus dem Jahr 1894 enthält neben einer Aufgabenbeschreibung einen detaillierten Stundenplan für alle Werktage von 8.00 bis 15:00 Uhr. Darin haben u.a. das Geschichtenerzählen, Singen, Turnen, Papierfalten, Auswendiglernen ihren festen Platz, aber auch das freie Spiel. Am Samstagnachmittag reinigt die Lehrerin die Schule.   LkA_EKvW_4_86_853_Instruktion_Lehrerin Transkript LkA… Weiter »

  • Superintendent Consbruch 27. August 1858

    Superintendent Karl Consbruch erhält von den Pfarrern der Kreissynode zu seinem 25-jährigen Amtsjubiläum ein Tablett aus versilbertem Metall. Der Rahmen zeigt die Symbole der vier Evangelisten und die Taube für den Heiligen Geist. Die Gravuren auf der Fläche:Römer 1,17 „Der Gerechte wird seines Glaubens leben“ mit Bibel, Kelch und Patene. Es folgen die Namen der… Weiter »

  • Beschlagnahme kirchlicher Gebäude

    Während des Zweiten Weltkriegs wird in Dortmund eine Vielzahl kirchlicher Gebäude beschlagnahmt u.a. für: Baukompanien von Kriegsgefangen, Luftschutzräume, Ausgabestelle für Lebensmittelkarten, Volksküche, SHD(Sicherheits- und Hilfsdienst)-Trupps, Flakstellung, Unterbringung von Zwangsarbeitern, Musterungsstelle, Reichsarbeitsdienst. Das Presbyterium der Reinoldigemeinde beschreibt im Jahr 1942 die Folgen: dass „auf die Dauer ein wesentlicher Teil der kirchlichen Arbeit nicht nur erschwert, sondern… Weiter »

  • Kinderarbeit trotz Schulpflicht

    Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein reichen die Klagen von Lehrern, dass Schülerinnen und Schüler immer wieder den Unterricht versäumen, weil sie arbeiten müssen. Die „Absentenliste“ der vereinigten ev. Schulen in Hörde aus dem Jahr 1824 vermerkt als häufigsten Grund für Fehltage: „wegen häuslicher Arbeiten“.   LkA_EKvW_4_65_416_Absentenliste

  • Russengräber auf ev. Friedhof?

    Russische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs in Arbeits- und Gefangenenlagern in unserer Region verstarben, wurden nicht selten in Massengräbern beigesetzt. Bei dem Versuch, Begräbnisplätze auf konfessionellen Friedhöfen zu finden, stießen Polizei und Verwaltung auch auf Bedenken seitens der Kirchengemeinden, wie aus dem Schriftwechsel der Polizei mit der evangelischen Kirchengemeinde Lünen aus dem… Weiter »

  • Schüler in Kriegsjahren

    Die Pfarrer waren angehalten, während des Ersten Weltkriegs eine Kriegschronik zu verfassen. Pfarrer Strothmann in Marten schildert in seiner Chronik 1914 bis 1919 gegen Ende sehr anschaulich, wie sich der Krieg auf Schule und Unterricht ausgewirkt hat. Kinder üben patriotische Lieder, schicken „Paketchen“ an die Feldgrauen, sammeln Dosen, Blätter und Knochen für die Kriegswirtschaft, leiden… Weiter »

  • In der Schule schlafen?

    Etliche Schüler, die in Eichlinghofen die evangelische Schule (um 1865) besuchen, müssen neben der Schule einer Arbeit nachgehen. Einige von ihnen arbeiten als Hirten und müssen vor Unterrichtsbeginn das Vieh auf die Weide treiben. Als in der Schulvorstandssitzung am 5. Mai 1865 die Unterrichtszeiten festgesetzt werden sollen und der Lehrer auf die Problematik übermüdeter Schüler… Weiter »

  • Diakonissen im Kindergarten

    In der Dienstordnung für die Kinderschule zu Dortmund Lutherhausstiftung von 1898/1899 wird vereinbart, welche Aufgaben zu welchen Bedingungen die vom Mutterhaus Sarepta/Bethel nach Dortmund entsandten Diakonissen zu übernehmen haben. Allein die Gruppengrößen der zu betreuenden Kinder sind aus heutiger Sicht unvorstellbar.