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Jahrbücher und Heimatkalender

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geben die Evangelischen Gemeinden in Dortmund ein Jahrbuch heraus, das über das kirchliche Leben informiert. Namentlich zeichnen zunächst Kirchenrendant Keller und Gemeindesekretär Hoetmar verantwortlich. Das Titelblatt des Büchleins aus dem Kriegsjahr 1918 ist geprägt von vaterländischer Gesinnung und Kriegssymbolik. Zwei Jahre später gibt sich die Titelseite wieder sehr… Weiter »

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Kein Übertritt vom Christentum zum Judentum

Die Königliche Regierung zu Arnsberg verfügt am 22. Januar 1835 an den Land-Rabbiner Sutro, Münster, und an Rabbiner Friedländer in Brilon – der Obervorsteher der Judenschaft Hellwitz, Soest, erhält eine Abschrift: „Da Fälle vorgekommen sind, daß christliche Frauenspersonen gemeinen Standes, welche von Juden geschwängert worden, die Absicht zu erkennen gegeben haben, vom Christenthume zum Judenthume… Weiter »

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Rassistische Freude – Brechten 1822

Pfarrer Johann Adolf Broelemann vermerkt in seiner Chronik für das Kirchspiel Brechten im Jahr 1822 mit unverhohlener Freude: „Auch hat sich das Kirchspiel Brechten zu erfreuen, dass in demselben kein einziger Jude wohnt.“

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Alte jüdische Heiligtümer – 1711 erschienen

Zu den historischen Raritäten, die in der Bibliothek des Kirchenkreises verwahrt werden, gehört ein gut erhaltenes Exemplar des Buches von Johann Lund: Die Alten Jüdischen Heiligthümer…, Hamburg 1711. Dieser Foliant ist insofern ein wichtiges Zeugnis jüdisch-christlicher Geschichte, als  der Autor nicht nur biblische Texte heranzieht, sondern auch jüdische Literatur und Werke christlicher Hebraisten seiner Zeit… Weiter »

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Gottfried Traub – ein prominenter Vertreter des theologischen Liberalismus in Dortmund

Gottfried Traub, 1901-1912 Pfarrer der Reinoldigemeinde, ist durch seine zahlreichen Publikationen und die öffentliche Auseinandersetzung um seine Entlassung aus dem kirchlichen Dienst über Dortmund hinaus als streitbarer Vertreter des Liberalismus bekannt geworden (siehe „Evangelisch in Dortmund 1521 bis 2017“, S. 230f.) Die langjährigen Konflikte um seine theologische Position verstellen leider oft den Blick auf den… Weiter »

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Predigt zur Zeit des Holocaust

Der Laienprediger Gustav Hötter (1904-1977) hat während des Zweiten Weltkriegs regelmäßig in Dortmund gepredigt, so auch am 29. August 1943. An diesem 10. Sonntag nach Trinitatis wird traditionell der „Judensonntag“, heute „Israelsonntag“ gefeiert. Prediger Hötter legt Lukas 19, 41-48 aus und geht der Frage nach, warum Jesus über Jerusalem weint und die Zerstörung der Stadt… Weiter »

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66 Jahre ein treuer Lehrer, Organist und Küster

In der Chronik für das Kirchspiel Brechten von Pfarrer Broelemann aus dem Jahr 1822 findet sich der Nachruf auf den Schullehrer, Organisten und Küster Johann Diederich Schmüling. Noch im Ruhestand hat er der Gemeinde ein „erbauliches Beispiel“ gegeben: 66 Jahre lang ein ordentlicher Beamter

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Luthers 450. Geburtstag in Brechten

Nach dem Festgottesdienst am Sonntag, 19. November 1933 wird in Brechten ein Lutherstein enthüllt und im Gedenken an den Reformator ein Baum – hier eine Linde – gepflanzt. Die Brechtener nehmen in großer Zahl an diesem Festakt teil und hören die Ansprache ihres Pfarrers Ludwig Holtmeier – umrahmt von Kirchenfahnen und der Hakenkreuzfahne.

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Pfarrgehalt vom Wetter abhängig

Bis ins 19. Jahrhundert hinein setzt sich das Einkommen der Pfarrer aus verschiedenen Bestandteilen zusammen: Erträge aus Land- und Forstwirtschaft, Gebühren für Amtshandlungen, Bargeld. Der Pfarrer der Kirchengemeinde Brechten, Johann Adolf Broelemann, macht in seiner Chronik für die Jahre 1823 und 1834 nähere Angaben und stellt mit Bedauern fest, dass die große Dürre die Getreidepreise… Weiter »

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Luthers maßlose Polemik gegen Juden

Der Dortmunder Stadtdrucker Arnt Westhoff gibt im Jahr 1595 einen Auszug aus Martin Luthers Schrift von 1543 „Von den Juden und ihren Lügen“ heraus. (Näheres im Buch „Evangelisch in Dortmund 1517 bis 2017“, S. 145f.). Die Dortmunder Bearbeitung lässt bereits im Titel und auch im Nachwort die Stoßrichtung erkennen: Zunächst der „Christliche Unterricht“ zu der… Weiter »