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Kinderarbeit trotz Schulpflicht

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein reichen die Klagen von Lehrern, dass Schülerinnen und Schüler immer wieder den Unterricht versäumen, weil sie arbeiten müssen. Die „Absentenliste“ der vereinigten ev. Schulen in Hörde aus dem Jahr 1824 vermerkt als häufigsten Grund für Fehltage: „wegen häuslicher Arbeiten“.   LkA_EKvW_4_65_416_Absentenliste

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Russengräber auf ev. Friedhof?

Russische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs in Arbeits- und Gefangenenlagern in unserer Region verstarben, wurden nicht selten in Massengräbern beigesetzt. Bei dem Versuch, Begräbnisplätze auf konfessionellen Friedhöfen zu finden, stießen Polizei und Verwaltung auch auf Bedenken seitens der Kirchengemeinden, wie aus dem Schriftwechsel der Polizei mit der evangelischen Kirchengemeinde Lünen aus dem… Weiter »

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Schüler in Kriegsjahren

Die Pfarrer waren angehalten, während des Ersten Weltkriegs eine Kriegschronik zu verfassen. Pfarrer Strothmann in Marten schildert in seiner Chronik 1914 bis 1919 gegen Ende sehr anschaulich, wie sich der Krieg auf Schule und Unterricht ausgewirkt hat. Kinder üben patriotische Lieder, schicken „Paketchen“ an die Feldgrauen, sammeln Dosen, Blätter und Knochen für die Kriegswirtschaft, leiden… Weiter »

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In der Schule schlafen?

Etliche Schüler, die in Eichlinghofen die evangelische Schule (um 1865) besuchen, müssen neben der Schule einer Arbeit nachgehen. Einige von ihnen arbeiten als Hirten und müssen vor Unterrichtsbeginn das Vieh auf die Weide treiben. Als in der Schulvorstandssitzung am 5. Mai 1865 die Unterrichtszeiten festgesetzt werden sollen und der Lehrer auf die Problematik übermüdeter Schüler… Weiter »

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Diakonissen im Kindergarten

In der Dienstordnung für die Kinderschule zu Dortmund Lutherhausstiftung von 1898/1899 wird vereinbart, welche Aufgaben zu welchen Bedingungen die vom Mutterhaus Sarepta/Bethel nach Dortmund entsandten Diakonissen zu übernehmen haben. Allein die Gruppengrößen der zu betreuenden Kinder sind aus heutiger Sicht unvorstellbar.

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Lutherhausstiftung

Das Reformationsjubiläum 1883 – der 400. Geburtstag Martin Luthers – gibt vielerorts den Anstoß, neu errichteten Kirchen und Gemeindehäusern den Namen des Reformators zu geben. In Dortmund wird die Lutherhausstiftung ins Leben gerufen, die als Trägerin des Lutherhauses fungiert. Dieses Haus in der Luisenstraße soll den evangelischen Vereinen  – wie Gustav-Adolf-Verein, Missionsverein, Frauenverein, Jünglingsverrein und… Weiter »

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Reformationsjubiläum 1917

Die 400-Jahrfeiern der Reformation sind weithin geprägt von nationalem Pathos und der Stimmungslage in diesem Kriegsjahr. In der Reinoldikirche wird das Oratorium „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus aufgeführt. In der Petrikirche hält Prof. Thümmel, Jena, einen Vortrag: „Wie verhält sich die Reformation zur Vaterlandsliebe?“ und kommt zu dem Ergebnis, “ daß auch der Krieg… Weiter »

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Reformationsjubiläum 1817 und Kirchenunion

Am 7. April 1817 hält Prediger Hennecke, Lütgendortmund, einen Vortrag „Über die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Synode“, in dem er in der Tradition der Aufklärung die Unterscheidungspunkte zwischen den beiden Konfessionen für überwindbar erklärt: „Im Geiste eins – nur durch einige unbedeutende Formen geschieden“.